Anwendungen in RLT-Anlagen

Lufthygiene, ein kleiner Schritt gegen eine große Gefahr

Ein Mensch kann durchschnittlich 30 Tage ohne feste Nahrung und ca. drei Tage ohne Flüssigkeit überleben – ohne Luft zum Atmen tritt bereits nach drei Minuten der Tod ein. Damit ist die Luft das mit Abstand wichtigste „Lebensmittel“ des Menschen. Hält sich der Mensch in geschlossenen Räumen auf – dies ist bis zu 85 % des Tages der Fall – übernehmen in vielen Fällen Raumlufttechnische Anlagen (RLT) die Versorgung mit frischer unverzichtbarer Atemluft. Daher sollte dieser Sachverhalt bezüglich der Gefahren bei z.B. Grippe-Epidemien genauer betrachtet werden.

Ist Luft ein Träger und damit ein Infektionsweg für Viren? Kann damit auch die Lüftungsanlage ein Überträger von Viren sein?

Liest man einige Veröffentlichungen von Unternehmen der RLT-Branche, so wäre die Antwort „Nein“.

Nimmt man allerdings wissenschaftliche Studien zur Hilfe, so heißt die Antwort „Ja“.

 

Schaut man sich die Antwort „Nein“ an, so findet man die Argumentation, dass Schwebstofffilter Keime herausfiltern. Schwebstofffilter kommen allerdings in Lüftungsanlagen für Büros etc. nicht zum Einsatz. Dort ist die höchste Filterklasse die (alte Bezeichnung) Stufe F 7. F 7 lässt Viren durch.

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Betrachtet man die Antwort „Ja“, so findet man die Erklärung in dem Forschungsprojekt des UK RUB „Analyse der Verbreitung aerogener Viren über Raumlufttechnische Anlagen und Entwicklung von Desinfektionsmaßnahmen“. Dort ist bewiesen, dass pathogene Viren über Lüftungsanlagen verbreitet werden können. Die Studie führt wörtlich aus:

„Infektionen des respiratorischen Traktes kommen häufig auch bei Personen vor, die sich in klimatisierten Gebäuden aufhalten. Diese Erkrankungen fallen unter den Sammelbegriff „Sick Building Syndrome“. Die Übertragung der Erreger kann hier auch über raumlufttechnische (RLT)-Anlagen erfolgen. Die Richtlinie VDI-6022 definiert den Stand der Technik hinsichtlich hygienischer Anforderungen an RLT-Anlagen. Die in dieser Richtlinie empfohlenen Filterstufen F5 / F7 bzw. F7 / F9 erscheinen aufgrund der Porendurchmesser für virale Erreger als uneffektiv.“

Siehe dazu:

https://www.hdz-nrw.de/forschung-lehre/forschung-an-kliniken-instituten/laboratoriums-und-transfusionsmedizin/forschungsprojekte/molekularbiologische-infektionserregerdiagnostik/analyse-der-verbreitung-aerogener-viren-ueber-raumlufttechnische-anlagen-und-entwicklung-von-desinfektionsmassnahmen.html

Auch in der REHVA-Empfehlung (Federation of European Heating, Ventilation and Air Conditioning) zu COVID-19 wird eine Übertragung über den Luftweg nicht mehr ausgeschlossen und für möglich gehalten.

Was kann man tun?

Eine „saubere Luftentkeimung“ sowohl für die Zuluft als auch im Umluftverfahren minimiert die Gefahren. Unter einer „sauberen Luftentkeimung“ versteht man eine Luftentkeimung ohne die natürliche Zusammensetzung der Luft entscheidend zu verändern oder zusätzlich luftfremde Stoffe beizumischen, also ohne belastende Chemie. Für diese Art der Luftentkeimung ist die UV-C-Entkeimung prädestiniert.

 

Das UV-C-System für die Luftentkeimung lässt sich auch in der Nachrüstung von Altanlagen wie folgt realisieren:

Ein UV-C-Modul (nahezu kein Druckverlust) wird möglichst endständig in die RLT-Anlage bzw. im Lüftungsgerät integriert. In diesem Modul befinden sich spezielle UV-C-Niederdruckstrahler, welche die Luft während der Passage mit einer Wellenlänge von 254 nm bestrahlen. Genau diese Wellenlänge ist es, die zu einer wirksamen Inaktivierung der Keime führt. Da die UV-C-Strahler quer zur Strömung angeordnet werden, ist eine maximale Entkeimungswirkung gewährleistet.

 

Auf diese Weise sind je nach Anforderung Entkeimungsraten von bis zu 99 % (bei Viren noch höher) wirtschaftlich möglich. Die genaue UV-C-Dosis, die zur Inaktivierung der Mikroorganismen führt, ist dabei typenspezifisch verschieden und in der einschlägigen Literatur dokumentiert. Neben der Wirksamkeit sollten zwei technische Aspekte nicht vernachlässigt werden:

 

UV-C-Entkeimung ist nachrüstbar

UV-C-Entkeimung kann als „stille Reserve“ genutzt werden, z.B. im Fall von Erkältungswellen oder Grippeepidemien.

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